Ein professioneller Internet-Auftritt gilt als zentrales Instrument im Marketing-Mix jedes Unternehmens. Soweit die Theorie. Die Realität sieht oft ganz anders aus: Vielfach bleiben vorhandene Potenziale ungenutzt.

Schnell ein paar Zeilen Text verfasst, einige bunte Bilder dazu und das Ganze mit einem kostengünstigen Baukasten-Tool ins Internet gestellt. Fertig ist die Website. So manches kleine und mittelständische Unternehmen agiert im Online-Marketing nach dem olympischen Prinzip: Dabeisein ist alles. Mit professionellem Online-Marketing hat dies wenig zu tun. Denn eine Website ist kein Selbstzweck, sondern ein mächtiges Marketing-Instrument. Vorausgesetzt, man beachtet einige wichtige Punkte.

Erst planen, dann realisieren

Das geht bei der Planung los, denn nicht wenigen Unternehmen fehlt es bereits an der Online-Strategie. Zu klären sind vor allem die folgenden Fragen: Was soll mit den Online-Aktivitäten bezweckt werden? Will man ein Produkt vermarkten, das Unternehmen als Ganzes bewerben oder nur eine Einzelkampagne durchführen? Wie positioniert sich das Unternehmen am Markt? Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden? Erst wenn diese konzeptionellen Fragen geklärt sind, sollte die Umsetzung der Webpräsenz erfolgen.

Konversionsrate ist entscheidend

Häufig wird der Erfolg einer Website an der Zahl der Besucher gemessen. Weit aussagekräftiger ist die Berechnung der Konversionsrate. Darunter wird der Anteil der Besucher verstanden, der nach dem Besuch der Website zu Käufern wird, ein Angebot anfordert oder einen Termin vereinbart. Diese Rate gilt es durch geeignete Maßnahmen zu steigern.

Mit SEO zu mehr Besuchern

Damit es soweit kommt, muss die Website in den Weiten des Internets gefunden werden. Das geschieht in der Regel über eine Suchmaschine, wobei Google hierzulande einen Marktanteil von 93 Prozent hat. Durch geeignete Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung (SEO) sorgt man dafür, dass der eigene Webauftritt möglichst weit oben in Google gelistet wird. SEO ist keine Geheimwissenschaft, sondern lediglich die suchmaschinengerechte Aufbereitung der Inhalte. Denn Google bevorzugt solche Webauftritte, die klar strukturiert sind, technisch einwandfrei funktionieren und die hochwertigen Content in Form von Texten, Fotos, Illustrationen und Videos präsentieren. Vor allem beim Content gilt: Klasse statt Masse. Interessante Inhalte, etwa in Form von Success Stories, Tipps & Tricks, Fachbeiträgen, Infografiken und Videos machen eine Website attraktiv und sorgen für Besucher.

Google setzt auf „mobile first“

Bereits heute surfen rund 80 Prozent aller Schweizer mit dem Smartphone oder Tablet im Internet. Google hat auf diesen Trend reagiert und 2018 „mobile first“ zur Strategie erkoren. Der Internet-Gigant zieht seitdem zunehmend die mobilen Versionen einer Website heran, um deren Relevanz zu bewerten.

Damit eine Website auf möglichst vielen Endgeräten gut lesbar und benutzbar ist, greift man auf Responsive Design zurück, einer Technik, bei der sich der Inhalt einer Website flexibel an die Bildschirmauflösung des jeweiligen Endgeräts anpasst. Ganz egal, ob der Benutzer auf einem Desktop-PC, dem Notebook, dem Tablet oder einem Smartphone ins Internet geht. Responsive Design hat sich längst als Standard etabliert. Als Unternehmen sollte man sich daher schnellstmöglich darum kümmern, wie die eigene Webpräsenz auf Smartphones und Tablets dargestellt wird. Einen kostenlosen Test bietet die Agentur iresults unter www.iresults.li/analyse an.

Online-Handel hat großes Potenzial

Auch im E-Commerce bleiben erhebliche Potenziale ungenutzt. Bereits heute bestellen rund zwei Drittel der Bevölkerung im Internet, unter den 25- bis 34-Jährigen sind es nach Angaben des Schweizerischen Bundesamts für Statistik sogar 87 Prozent. Experten rechnen damit, dass sich die im Onlinehandel generierten Umsätze bis zum Jahr 2020 verdoppeln werden.
Die Vorteile eines Online-Shops liegen auf der Hand: Die geografische Reichweite lässt sich deutlich ausweiten und neue Märkte können ohne grossen Aufwand erschlossen werden. Teure Ladenmieten entfallen, die Lagerkosten reduzieren sich und auch die Personalkosten sind geringer als im stationären Handel. Gleichzeitig sind die Investitionskosten für einen Online-Shop durchaus überschaubar, vor allem wenn man zu Beginn auf eine standardisierte, flexibel skalierbare Lösung setzt. Wie etwa Magento, die lizenzkostenfreie Open-Source-Software, die vor allem durch hohe Benutzerfreundlichkeit und intuitive Bedienbarkeit besticht.

Es braucht den richtigen Partner

Erfolg im Internet hat nichts mit Zauberei zu tun, aber viel mit durchdachten Lösungen und strukturiertem Vorgehen – und mit der professionellen Begleitung durch eine erfahrene Online-Agentur.

Frank Vollmer

Erschienen in: li*gital, 15. Mai 2018